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UMWELTINFORMATIONEN FÜR ANLIEGER   

Bodenuntersuchungen / Umweltwirkung

Aktuelle Informationen zu den Bodenuntersuchungen im Umfeld des Werkes Osnabrück

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf dieser Seite erhalten Sie aktuelle Informationen zu den durchgeführten Bodenuntersuchungen im Umfeld des Werkes Osnabrück.

Warum erfolgten Bodenuntersuchungen und wie ist das Ergebnis zu werten?
Seit über 140 Jahren betreibt die heutige KME Germany AG & Co. KG (KME) in Osnabrück ein Werk zur Herstellung von Produkten aus Kupfer und Kupferlegierungen. Durch umfassende Bodenuntersuchungen sollte überprüft werden, ob heute als Folge dieser Produktion Belastungen des Bodens im Umfeld festzustellen sind.

Die Ergebnisse liegen nun als Projektbericht (siehe weiter unten) vor.

Festzustellen ist, dass aus Sicht der zuständigen Behörden und nach gesetzlichen Maßstäben keine gesundheitliche Gefährdung für die Bevölkerung oder eine Beeinträchtigung der Nutzung von beispielsweise Spielplätzen, Wohngrundstücken und Gärten besteht. An keiner Stelle sind Maßnahmen zur Bodensanierung erforderlich.

Wie war der Untersuchungsumfang?
Es wurden bis zu einem Abstand von 3.500 m vom Werk insgesamt 58 Standorte beprobt. Da ein möglicher Stoffeintrag in den Boden über den Austrag von Stäuben erfolgte, wurden die Proben oberflächennah, bis in eine Tiefe von 35 cm, genommen. Das Untersuchungsprogramm umfasste Stoffe, die grundsätzlich im Zusammenhang mit der Produktion stehen können: Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber, Nickel und Zink sowie Dioxine und PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Welche Ergebnisse liegen vor und was bedeuten sie?
Die ermittelten Konzentrationen lassen auf eine produktionsbedingte Beeinflussung der Böden durch KME im Umfeld des Werkes schließen (siehe beiliegende Karte).

Erkennbar wird die Bodenbeeinflussung bei Kupfer, untergeordnet auch bei den Dioxinen.
Diese Karte zeigt das Einflussgebiet der Immissionen im Umfeld des Werkes:

Bewertung für Kupfer
Eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit besteht bei den gemessenen Gehalten nicht, auch der Anbau von Obst und Gemüse für den menschlichen Verzehr unterliegt keinerlei Beschränkung. Allerdings reagieren vor allem Schafe sehr empfindlich auf Kupfer und können schwere Leberschäden erleiden. In den betreffenden Fällen wird sich die Stadt Osnabrück für weitere Nutzungsempfehlungen mit den betroffenen Landwirten in Verbindung setzen.

Bewertung für Dioxine
Eine Überschreitung von Grenzwerten der Bundesbodenschutzverordnung für Dioxine konnte in keinem Falle festgestellt werden.

Eine akute bzw. mittel-/langfristig anzunehmende Gefahr kann daher für den Untersuchungsraum nach allen vorliegenden Erkenntnissen ausgeschlossen werden.

Allerdings wurden für Dioxine flächig erhöhte Schadstoffgehalte festgestellt, deren mögliche Aufnahme aus Vorsorgesicht (Minimierungsprinzip) reduziert werden sollte.

Dies sind freiwillig einzuhaltende Nutzungshinweise im Hinblick auf gärtnerische Nutzung (Ernteprodukte gut waschen und bei Blattgemüse die unteren Blätter zu entfernen) sowie der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Rinder, Schafe und Hühner“.

Sicherheitsinformation gemäß Störfallverordnung

Gemäß Störfallverordnung sind Unternehmen, die Anlagen betreiben, von denen besondere Gefahren ausgehen können, zur Information der Bürger verpflichtet. Als Störfall wird ein Ereignis bezeichnet, wodurch Menschen oder die Umwelt ernsthaft gefährdet werden können. Unter die Störfallverordnung fallen in Deutschland mehrere Tausend Betriebe. Für KME unterliegt nur das Werk Osnabrück den erweiterten Pflichten gem. Störfallverordnung.